Tigerpython (Python Molurus)
(engl. tigerpython)
Haltung / Anspruch
nur für Profis geeignet
Abstammung
Python molurus molurus - heller Tigerpython
Python molurus bivittatus - dunkler Tigerpython
Python molurus pimbura - kontrastreicher Tigerpython
Natürlicher Lebensraum
Das Vorkommen der meisten Arten liegt in Nepal, West Pakistan, Indien, Burma, Südchina, Indochina, Norneo, Ceylon, Sumbava und Java. Die Tigerpython ist ein Boden- und Baumbewohner, welcher sich in trockenen als auch in sumpfnahen Gebieten aufhält. Durch seine Vielfältigkeit ist er oftmals in Wald, Berg oder auch in sandigen Arealen anzutreffen.
Schutzstatus
Die helle Tigerpython (Python molurus molurus) ist vom Aussterben beroht, deshalb findet man sie in der Liste I im Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen.
Alle Tigerpythonarten als auch Unterarten müssen in Deutschland mit der Herkunftsbescheinigung bei den zuständigen Regierunspräsidien der Halter angemeldet werden.
-> meldepflichtig
Wissenswertes über den Tigerpython
Der Tigerpython wird in Gefangenschaft meist zwischen 2,5 - 4 Meter lang, was aber dann auch schon eine der größten Exemplare ist. Er kann in der Natur eine Größe von bis zu 6 Metern erreichen, bei einem beachtlichen Gewicht von bis zu über 100 kg. Daher sollte man diese Schlangenart nicht unterschätzen, da man sagt eine Würgeschlange ab zwei Metern kann für einen Menschen gefährlich werden. Der Python ernährt sich von Meerschweinchen, Ratten, Hasen und anderen Nagetieren. Bei Adulttieren ist ein Huhn oder ein Schwein auch nicht selten auf dem Speiseplan vorhanden. Die Lebenserwartung einer Tigerpython liegt bei über 30 Jahren, aber duch Überzüchtung erreichen sie meist nicht mehr dieses Alter.
Terrarium / Einrichtung
Laut Gesetzgeber ist für ein Pärchen mit jeweils 2,5 m Länge das Terrarium so zu gestalten, dass es die Körperlänge des Tieres plus die Hälfte der Körperlänge als Mindestvorraussetzung nicht unterschreitet. Bei jedem weiteren Tier muss das Terrarium um 20% vergrößert werden. Obwohl sich der Python meist auf dem Boden aufhält, sollten genügend Klettermöglichkeiten vorhanden sein. Eine große Wasserschale darf nicht fehlen, da sie gerne ein Bad nehmen. Pflanzen, Korkröhren oder Kunsthöhlen eignen sich als Unterschlupf für das Tier, die auch gerne aufgesucht werden. Die Temperatur sollte zwischen 26 - 28°C liegen, wobei die Sonnenplätze eine Temperatur von bis zu 33°C erreichen können. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 80 und 100% liegen. Falls die Tigerpython im Terrarium gefüttert wird, ist zu empfehlen, einen groben Bodengrund zu nehmen. Bei feinerem erhöht sich die Gefahr, dass die Schlange beim Fressen Bodengrund mitschluckt.
Zucht
Der Tigerpython legt bis zu 100 Eier, die bei Temperaturen zwischen 29 - 34°C in einem Inkubator nach ca. 60 - 90 Tagen schlüpfen.